Schmuck reinigen - wie geht's richtig?
 
Eigentlich sollte man jedes Schmuckstück, das man wirklich liebt, zur Reinigung ab und zu in professionelle Hände geben. Aber natürlich ist das in den meisten Fällen recht umständlich und zu allem Übel kostet es auch noch Geld. Klar, dass man da die Pflege auch gerne einmal selbst in die Hand nimmt.
 
Damit dabei möglichst nichts schief geht, haben wir Ihnen hier ein paar Tricks und Tipps zusammengestellt, mit denen Sie mit geringem Aufwand besonders gute Ergebnisse erzielen können :)
 
Zuallererst drei wichtige Grundsätze:
 
  • Schmuck ist nie gleich Schmuck. Ohne fachmännische Prüfung können wir nie mit Gewissheit sagen, ob sich die jeweilige Reinigungsmethode für Ihr Schmuckstück auch eignet. Wenn Ihr Schmuckstück komplett aus Silber oder aus Gold ist, dann ist das kein Problem. Schwierig wird es aber, wenn Ihr Schmuck mit Edelsteinen oder Perlen besetzt ist. Die können nämlich sehr empfindlich sein und durch eine falsche Behandlung schnell unwiderruflichen Schaden erleiden. Sollten Sie sich also einmal nicht sicher sein, machen Sie lieber nichts auf eigene Faust. Kontaktieren Sie uns einfach - wir helfen Ihnen gerne :)
     
  • Neben der sichtbaren schwärzlichen Sulfid-Schicht auf Ihrem Schmuckstück (der häufigste Grund, warum Sie besonders Ihren Silberschmuck werden reinigen wollen), befinden sich naturgemäß auch immer noch weitere „Verunreinigungen“ daran. Durch das Tragen des Schmucks kommt es zu einem gewissen Metallabrieb, winzige Hautpartikel hängen sich am Silber oder am Gold fest und natürlich ist da auch immer ein bisschen Schweiß.

    Die im Weiteren beschriebene Reinigung mit Alu und Salz oder die Reinigung im Silberbad haben durchaus eine Reinigungswirkung. Sie entfernen ja zum Beispiel die „schwarze Schicht“ auf dem Silber. Aber sie entfernen eben nicht alles. Das bloße Eintauchen von Silberschmuck in ein Reinigungsbad hat nicht die mechanische Wirkung einer Bürste. 

    Will man also sein Schmuckstück tatsächlich von allen Verunreinigungen befreien, dann muss man wohl oder übel vor Anwendung unserer kleinen Tricks von Hand mit einer sanften Lauge (also einen Schuss sehr milden Spülmittels und Wasser) und einer weichen Bürste (wunderbar eignet sich eine weiche Baby-Zahnbürste) vorarbeiten. Hier geht es immer um Schmuckstücke, die komplett aus Silber und Gold bestehen. Wie gesagt: immer Vorsicht bei Edelsteinen und Perlen - nicht alle vertragen das. Perlen finden Spülmittel beispielsweise ganz furchtbar und werden Ihnen dieses Bad leider nicht danken.

    Übrigens: Achten Sie bitte bei der Wahl des Spülmittels darauf, dass dem Spülmittel keine ätherischen Öle oder Balsam beigemischt sind. (Zitrusöle z.B. lassen Ihren Schmuck unter Umständen anlaufen und Balsame hinterlassen manchmal unansehnliche Schlieren).

    Der Fachmann nutzt für die mechanische Reinigung von Schmuck meist ein sogenanntes Ultraschallgerät (ich glaube, wir müssen nicht mehr erwähnen, dass es Edelsteine gibt, die auch ein Ultraschallgerät nicht gut finden - und Perlen... Sie wissen ja, Perlen mögen fast gar nichts ;)).
  • Nach der Reinigung Ihres Schmuckstücks sollten Sie sich auch immer die Zeit nehmen, es zuerst ausgiebig unter klarem Wasser abzuspülen und danach schön trocken zu polieren - das Trocken Polieren immer mit einem weichen Tuch (zum Beispiel ein Leinentuch), nie mit einem Silberputztuch. Das Silberputztuch kommt erst zum Einsatz, wenn das Schmuckstück bereits trocken ist, um es dann noch kurz nachzupolieren :)

    Viele der Silberputztücher bieten dem polierten Schmuckstück dann einen gewissen Anlaufschutz (das bedeutet, dass Ihr Schmuck nicht so schnell wieder schwarz anläuft). Alles, was fusselt (wie Watte, etc.) oder Tücher mit kleinen Fadenschlingen (wie Frottee-Tücher) sind nicht geeignet.

So – nun aber zu den detaillierten, wirklich guten Tipps :)